Mehr Überblick. Bessere Entscheidungen. Mit «Monitoring Portfolio».
Wenn Johannes Krapf, Projektleiter Energiemanagement bei NeoVac, über Daten spricht, klingt es nicht trocken, sondern nach Zukunft. Er war von Beginn an massgeblich an der Entwicklung des Tools «Monitoring Portfolio» beteiligt. Dieses verschafft institutionellen Branchen- und Interessensverbänden, Asset-Manager:innen und privaten Eigentümer:innen mehr Überblick und bietet genau die Transparenz, die sie für fundierte Entscheidungen benötigen.
Was ist das Erste, das dir einfällt, wenn du an das Tool «Monitoring Portfolio» denkst?
Ein übersichtliches Dashboard mit zentralen Kennzahlen auf Basis verlässlicher Daten. Im Fokus stehen Energie- und Umweltkennwerte, die für den Immobilienbereich relevant sind und zugleich den in der Schweiz geltenden Selbstregulierungs-Vorgaben (Soft Law) entsprechen – zum Beispiel den Best Practices von AMAS (Asset Management Association Switzerland) mit den methodischen Grundlagen von REIDA (Real Estate Investment Data Association).
Gab es während der Entwicklung einen Moment, in dem du dachtest: «Genau deshalb braucht die Branche dieses Tool»?
Ja, vor allem, als klar wurde, dass wir Messwesen, Datenpooling und unsere Erfahrung so kombinieren können, dass daraus eine Lösung entsteht, die es in dieser Form kaum gibt. In der Praxis taucht beim Reporting immer wieder dieselbe Frage auf: Wie kommt man effizient zu plausibilisierten, belastbaren Daten? Ohne eine durchdachte Strategie, passende Hardware und klare Prozesse bleibt das Energiedatenmanagement und -controlling auf Liegenschafts- und Portfolioebene sehr aufwendig und damit auch kostenintensiv.
Was war bei der Entwicklung des Tools die grösste Herausforderung?
Eine wesentliche Herausforderung war, die Berechnung der Kennzahlen zu automatisieren und gleichzeitig die korrekte Datenerfassung sicherzustellen. Die Vielfalt an Gebäudetechnik und Energieträgern erforderte eine präzise Definition der Messstellen für die CO₂-Berechnung. Dies machte eine flexible Berechnungslogik notwendig, die regulatorische Vorgaben erfüllt und zukünftige Anpassungen ermöglicht. Persönlich anspruchsvoll war für mich zudem, das Projekt parallel im agilen Umfeld zu unterstützen: also die Zusammenarbeit zwischen Softwareentwicklung, fachlichen Anforderungen und dem Tagesgeschäft laufend zu koordinieren.
Gibt es ein Feature, auf das du besonders stolz bist?
Es ist weniger ein einzelnes Feature als vielmehr der Mehrwert, der dadurch entsteht, dass sich das «Monitoring Portfolio» nahtlos in das gesamtheitliche Produktportfolio von NeoVac integriert und einen «Alles-aus-einer-Hand»-Ansatz mit klaren Synergien ermöglicht – von der Messinfrastruktur über Datenerfassung und Datenverarbeitung bis hin zu Abrechnung, Monitoring und neu auch dem Portfolio. Entscheidend ist, dass das Tool nicht isoliert genutzt wird, sondern Teil einer Gesamtlösung rund um Energie- und Verbrauchsdaten ist – von der Planung des Messkonzepts über die Installation der Geräte bis zur Plausibilisierung der Daten und ihrer Nutzung für das
Monitoring.
Welche Trends in der nachhaltigen Immobilienbewirtschaftung werden die Weiterentwicklung des Tools beeinflussen?
Die Weiterentwicklung des Tools wird vor allem durch zwei Bereiche beeinflusst: regulatorische Vorgaben und Technologietrends. Regulatorisch orientiert sich die Schweiz an europäischen
Rahmenwerken wie der EU-Taxonomie und der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive). Im Immobilienbereich sind zudem internationale Benchmarks wie GRESB (Global Real
Estate Sustainability Benchmark) relevant. In der Schweiz setzt insbesondere REIDA methodische Grundlagen für die Berechnung und Vergleichbarkeit von Kennzahlen. Die Mindestanforderungen werden zudem von Selbstregulierungsorganisationen wie AMAS, ASIP (Schweizerischer Pensionskassenverband) und KGAST (Konferenz der Geschäftsführer von Anlagestiftungen) vorgegeben, die damit indirekt bestimmen, welche Kennzahlen künftig im Fokus stehen.
Wie unterstützt ihr Eigentümer:innen im Messwesen – und wo entstehen zusätzliche Synergien?
Konkret unterstützen wir Eigentümer:innen vor allem beim Smart-Meter-Rollout strategisch – von der Auswahl und Lieferung der passenden Messinfrastruktur über die Koordination mit
Installationsbetrieben bis hin zum Datenpooling, das eine einheitliche und verlässliche Datenbasis schafft. So können die gewonnenen Daten sauber in Auswertungen und Kennzahlen integriert
werden. Hinzu kommen praktische Synergien zwischen ZEV- (Zusammenschluss zum Eigenverbrauch) und VEWA-Abrechnung (verbrauchsabhängige Energie- und Wasserkostenabrechnung) sowie dem (Minergie-)Monitoring: Wenn Messwesen, Abrechnung und Auswertung gemeinsam geplant und umgesetzt werden, lassen sich Installationsaufwand, Schnittstellenkomplexität und Kosten reduzieren.
Du hast neben regulatorischen Vorgaben auch Technologietrends erwähnt. Welche Entwicklungen werden hier die Weiterentwicklung des Tools prägen?
Technologisch erwarten wir Impulse durch KI-gestützte Analysen – also Auswertungen, die automatisch Muster erkennen, Auffälligkeiten markieren und mögliche Ursachen schneller sichtbar machen. Zudem werden Komfortkennzahlen wichtiger, etwa auf Raumebene: Sie zeigen, ob Innenräume bezüglich Temperatur, Luftqualität oder Feuchtigkeit im gewünschten Bereich liegen. Und mit der Integration von LCA (Life Cycle Assessment/Lebenszyklusbewertung) rückt der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes stärker in den Fokus. Es wird also nicht nur der Energieverbrauch im Betrieb berücksichtigt, sondern auch der ökologische Fussabdruck von Bau/Erstellung, Sanierungen und eingesetzten Materialien.
Welche Rolle wird das Datenmonitoring deiner Meinung nach in fünf Jahren spielen und wie zahlt das Tool «Monitoring Portfolio» darauf ein?
In fünf Jahren wird die Datenerfassung im Immobilienbereich voraussichtlich weitgehend digitalisiert sein. Portfolios werden über eine ausreichende Datenhistorie verfügen, um den Fokus stärker auf konkrete Massnahmen und die Zielerreichung (z. B. Netto-Null) zu legen. Das von NeoVac entwickelte Tool «Monitoring Portfolio» unterstützt diesen Übergang, indem es eine verlässliche Grundlage für Umweltkennzahlen schafft und perspektivisch auch als Instrument zur Planung und Steuerung von Massnahmen
genutzt werden kann.
Die Monitoring-Tools von NeoVac
NeoVac bietet das passende Energie-Monitoring für jede Anforderung – von der praktischen Einsteigerlösung über das Profi-Tool bis zum Komplettpaket für ganze Portfolios. Immer mit dem Ziel, die Energieeffizienz zu optimieren und das Beste aus der Gebäudetechnik herauszuholen.
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Monitoring Basic
Ihr Einstieg in das intelligente Energiemonitoring.
Monitoring Basic- Standardisiertes Dashboard
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Einblicke in die Energieverbräuche und -flüsse von Liegenschaften
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Monitoring Pro
Ihr Profi-Tool für die optimierte Energieeffizienz.
Monitoring Pro-
Individuelle Dashboards für Analyse, Vergleich und Überwachung von Energieströmen
- Energie-Monitoring nach Minergie, automatischer Datenaustausch, flexible Exportmöglichkeiten
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Virtuelle Zähler und Alarme definieren
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Energiefresser finden
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Monitoring Portfolio
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Umweltkennzahlenanalyse und -aufbereitung auf Portfolio-Ebene
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REIDA- und Standard-Monitoring-Export, CO2-Bilanz
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