Energie für den Asphalt von morgen

Für die Firma JPF Gravières SA in Grandvillard durfte NeoVac eine moderne Brennstoffversorgung realisieren. Die neue Lösung ermöglicht einen flexiblen Wechsel zwischen Erdgas und Heizöl und sorgt so für mehr Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit in der Asphaltproduktion.

Bereits vor einigen Jahren hatte NeoVac die Tankanlagen sowie die Brennstoffleitung zum unteren Brenner im Erdgeschoss installiert. In diesem Folgeprojekt wurde nun die gesamte Brennstoffzufuhr erweitert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Emmanuel Haefelin, Leiter Verkauf/Engineering bei NeoVac, sagt hierzu: «Die Herausforderung bestand darin, die vorhandene Infrastruktur mit einer neuen Lösung zu verbinden, die sowohl betriebssicher als auch zukunftstauglich ist. Wir haben dafür ein durchdachtes Konzept erarbeitet, das auf die spezifischen Anforderungen des Standorts zugeschnitten ist.»

Die neue Förderpumpstation wurde so ausgelegt, dass eine zusätzliche Ersatzpumpe integriert werden konnte. Ein zentrales Element des Projekts war die Installation einer 80 Meter langen Transferleitung aus robustem Chromstahl-Doppelrohr, die das Heizöl vom Erdgeschoss auf den 40 Meter hohen Asphaltturm befördert. Die Montagearbeiten in dieser Höhe erfolgten mit Gerüst und entsprechender Absturzsicherung.

Auch die Steuerungstechnik wurde komplett neu konzipiert. Die Umsetzung dieses Bereichs übernahm die Polytech Systeme AG, ein Unternehmen der NeoVac, im Rahmen des Lieferumfangs. Bestehende Feldgeräte konnten in einen neu gebauten Steuerschrank integriert werden. 
Die Grundlage bildete ein projektspezifisches Elektroschema, das im Rahmen des Vorprojekts zusammen mit der Konzeptpräsentation und den technischen Vorabklärungen erarbeitet wurde. Die neue Lösung sorgt nicht nur für mehr betriebliche Flexibilität, sondern stärkt auch die langfristige Energieversorgung des Betriebs. «Die Zusammenarbeit mit NeoVac war durchgehend professionell und lösungsorientiert», so Grégoire Joly, Anlagenverantwortlicher bei JPF Gravières SA. «Wir schätzen besonders die technische Kompetenz und die klare Kommunikation  – vom ersten Konzept bis zur Inbetriebnahme.»

Asphaltproduktion für die Region
Die moderne Brennstoffversorgung sichert den Betrieb der Asphaltproduktion der Firma JPF Gravières, die jährlich zwischen 80’000 und 100’000 Tonnen Asphalt herstellt. Das entspricht 4’000 bis 5’000 Lkw-Ladungen pro Jahr, die hauptsächlich für den Neubau und die Sanierung von Autobahnen sowie National-, Stadt- und Bergstrassen zum Einsatz kommen. Das Produktionsgebiet umfasst die Kantone Freiburg und Waadt sowie weite Teile der Westschweiz – mit einem Radius von bis zu  100 Kilometern um Grandvillard.

Ein zentrales Merkmal der Anlage ist der hohe Anteil an Recyclingmaterial: Rund 45 % des produzierten Asphalts besteht aus wiederaufbereitetem Material. Das schont natürliche Ressourcen, reduziert den Deponiebedarf und spart durch die Produktion bei niedrigeren Temperaturen rund 20 % Energie ein. Damit leistet JPF Gravières einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Strassenbau. Die Zukunft bringt weitere Verbesserungen: Dank Innovationen bei Bindemitteln, Fasern und neuen Technologien wird Asphalt zunehmend langlebiger und umweltfreundlicher.

Zeit für einen Blick auf die eigene Anlage?
Das Projekt in Grandvillard zeigt exemplarisch, wie bestehende Brennstoffversorgungsanlagen technisch und normgerecht modernisiert werden können. In der Praxis begegnen den NeoVac-Spezialist:innen immer wieder Anlagen, die nicht mehr den aktuellen Vorschriften entsprechen oder für welche es keine Ersatzteile mehr gibt. Eine frühzeitige Überprüfung bietet nicht nur sicherheitstechnische Vorteile, sondern schafft auch Handlungsspielraum für zukünftige Anforderungen.

neovac.ch/engineering