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EnergieMessForum in Oberriet

Energie- und Wasserverbrauchskontrollen erhalten immer mehr Einzug in modernen Gebäuden. Im November stellte die NeoVac in Oberriet vor 120 interessierten Gästen gegenwärtige Trends vor und blickte mit verschiedenen Referaten in die Zukunft der Messtechnik. Laut Patrik Lanter, CEO und Verwaltungsratspräsident der NeoVac Gruppe, sei die Technik «grundsätzlich so weit fortgeschritten, dass einem Gebäude keine externe Energie mehr zugeführt werden müsste». Aber: laut einer Studie aus dem Jahre 2016 des Schweizerischen Verbandes für Energie- und Wasserkostenabrechnung (SVW) übersteigen im Durchschnitt moderne Bauten ihren geplanten Energiebedarf um durchschnittlich 34%. Damit moderne Bauten auch wirklich im Betrieb energieeffizient sind, ist es entscheidend, dass die Energieflüsse überwacht werden, damit bei Bedarf Optimierungsmassnahmen getroffen werden können. Aus diesem Grunde schreiben moderne Gebäudeenergiestandards wie „Minergie“ und „2000 Watt Areale“ heute ein sogenanntes Energiemonitoring vor. Aufgrund dessen, dass bereits in jeder zehnten Wohnung in der Schweiz Messtechnik von NeoVac installiert ist, eröffnet sich für das Unternehmen hier ein interessanter Markt. Mit dem «EnergieMessForum» organisierte die NeoVac Gruppe an ihrem Hauptsitz in Oberriet einen Austausch über zeitgenössische Entwicklungen in der Energiemessung. Eingeladen waren Gebäudetechniker, Elektrofachfirmen und Immobiliendienstleister. Lanter freut es, dass eine solche Veranstaltung einmal in der Region stattfindet: «Sonst finden solche Foren immer in Zürich, Bern oder Basel statt.»

Energieverbrauch optimieren
Vor dem offiziellen Teil bot NeoVac den Teilnehmern auf Wunsch einen Firmenrundgang an. Hierbei berichtete
der Verkaufsleiter Markus Burgunder, dass das Unternehmen jährlich bei circa 32 000 Liegenschaften über zwei Millionen
Energie- und Wasserzähler abliest. Für den Service und Unterhalt der Anlagen sind in der Schweiz täglich rund 100 Monteure im Einsatz. Durch die Vortragsreihe moderierte die Journalistin Sonja Hasler. David Stickelberger, Geschäftsleiter Swissolar, beantworte Fragen zu den neuesten Regeln für den Eigenverbrauch des Solarstromes, während sich Stefan Bertsch, Dozent an der NTB Buchs, mit der Wärmepumpeneffizienz auseinandersetzte. Robert Minovsky von der Minergie Schweiz führte aus, wie sich die Effizienz durch Monitoring steigern lässt. Nach der Pause baute Patrik Lanter auf den vorhergehenden Referaten auf und stellte mit der App «myNeoVac» eine Variante vor, wie die Messdaten und Auswertungen nutzergerecht auf die PCs oder Smartphones der Kunden gelangen. Einen Einblick in die neusten technologischen Trends präsentierte Heinz Marti, Leiter Technik und Qualitätssicherung der NeoVac ATA AG. Er stellte einen
Kompaktwärmezähler vor, der über das Internet der Dinge funktioniert und demnächst auf den Markt kommen wird. Damit
werden die Messdaten über ein Low-Power-Netzwerk drahtlos verschickt. Die NeoVac hat dazu einen Partnerschaftsvertrag mit der Swisscom abgeschlossen, um gemeinsam den Standard LoRa-WAN zu fördern. Ein Talk mit dem Schweizer Motoradfahrer Tom Lüthi rundete die Veranstaltung ab. Es referierten David Stickelberger (Geschäftsleiter Swissolar), Patrik Lanter (CEO NeoVac Gruppe), Sonja Hasler (Moderatorin), Robert Minovsky (Leiter Technik Minergie), Prof. Stefan Bertsch (NTB Buchs) und Heinz Marti (Technischer Leiter NeoVac ATA AG).